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2017-07-14 13:48:00 CEST

Making The Team: Borger/Kozuch dürfen wieder mitspielen

Das Duo freut sich vor allem über die Wild Card für die Weltmeisterschaften

WCC-Wild Card macht Maggie (links) und Karla viel Freude  Credit: Hans HerbigWCC-Wild Card macht Maggie (links) und Karla viel Freude Credit: Hans Herbig

Karla Borger sitzt am Spielfeldrand in Poreč und muss grinsen. „Das letzte Mal, dass ich Laura angefeuert habe, war bei den Olympischen Spielen“, sagt sie. Gemeint ist Olympiasiegerin Laura Ludwig, die beim Poreč Major mit Karlas Partnerin Maggie Kozuch antrat. Zumindest eine von ihnen konnte aufgrund der Verletzung von Kira Walkenhorst bei dem Major Event starten.

„Es war so wichtig für uns als Team, dass ich hier spielen konnte“, sagte Maggie. „Ich brauche so viel Spielpraxis wie möglich.“ Die Champions-League-Siegerin in der Halle und 336-fache Nationalspielerin wechselte zu Saisonbeginn zum Beachvolleyball. Dass diese Veränderung eine Herausforderung wird, war ihr klar. „Aber es ist ganz viel dazugekommen, das überhaupt nichts mit dem Sport zu tun hat. Das hatte ich nicht erwartet“, erzählt sie.

Maggies Wunsch wird erhört 

In Rio, Den Haag und den Majors in Poreč und Gstaad konnten Borger/Kozuch nicht als Team antreten, weil der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) neben Ludwig/Walkenhorst, Laboureur/Sude und Bieneck/Schneider das Team Großner/Glenzke nominierte. Pro Nation sind vier Starplätze erlaubt. Punktemäßig würden Borger/Kozuch auf Rang vier aufscheinen, nominiert sind die beiden aber nicht. Seit Monaten schwelt ein Streit zwischen dem Duo und dem DVV, weil die beiden Athletinnen sich auf Teneriffa ein Umfeld außerhalb der Strukturen des neuen zentralen Stützpunktes in Hamburg geschaffen hatten.

„Man hat Nationalteams und Nicht-Nationalteams, das ist ok“, sagt Maggie. „Wichtig finde ich aber, dass wir gerade im Jahr nach Olympia die Chance haben, uns sportlich zu beweisen und nicht machtlos eine politische Entscheidung akzeptieren müssen. Es ist uns extrem wichtig, dass man für den Sport entscheidet und die Country Quota zulässt.“

Karla und Maggie beim Fort Lauderdale Major, an dem sie danke Wild Card im Hauptfeld starten durften Credit: Dave McMahamKarla und Maggie beim Fort Lauderdale Major, an dem sie danke Wild Card im Hauptfeld starten durften Credit: Dave McMaham

Wild Card für die vielleicht beste WM, die es je gab 

Ihre Worte wurden inzwischen erhört: Beim Vier-Sterne-Turnier in Olsztyn, dem letzten Event vor den FIVB Weltmeisterschaften presented by A1 in Wien, wird erstmals in dieser Saison auf der World Tour eine Country Quota zwischen deutschen Damenteams ausgetragen. "Wir werden in Polen CQ spielen, um mit dem neuen CQ-System der FIVB Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln und die Resonanz der Teams einzuholen“, sagt DVV-Vizepräsident Beach Volleyball Andreas Künkler. „Außerdem sollen auch andere Teams die Chance erhalten, sich auf höchstem internationalem Niveau zu empfehlen.“ Karla und Maggie sind daran allerdings nicht beteiligt, sie sind sogar im Hauptfeld gesetzt, weil Ludwig/Walkenhorst das Turnier auslassen. Karla wird also wieder im Sportdress über den Platz hechten und sich nicht wie zuletzt in Poreč als Ballmädchen agieren, obwohl sie auch dabei ihren Spaß hatte. „Das ist viel anspruchsvoller als ich von außen dachte, man muss extrem aufpassen“, sagt sie.

Auch, wenn man sie nicht mitspielen lässt, @karlaborger findet schon Wege auf den Center Court #PorecMajor #überqualifiziert #neueperspektive @beachteamborgerkozuch @swatchmajorseries

30 Likes, 3 Comments - Ninja Priesterjahn (@ninjas_welt) on Instagram: "Auch, wenn man sie nicht mitspielen lässt, @karlaborger findet schon Wege auf den Center Court..."

Brisanter Dreikampf in Pool D

Allerdings wäre es schade um die Qualitäten der Vize-Weltmeisterin, könnte sie diese nicht im Wettkampf auf dem Platz zeigen, auch aus diesem Grund haben Borger/Kozuch eine Wild Card für die Weltmeisterschaft in Wien erhalten. „Die WM auf der Donauinsel wird eine der besten, die es je im Beachvolleyball gab“, glaubt Karla. „Hah“, freut sich Maggie, „und ausgerechnet die darf ich als meine erste Beach-Volleyball-WM miterleben.“ In der Vorrunde kommt es dann zu einem brisanten Dreikampf, denn in Pool D treffen Borger/Kozuch sowohl auf Ludwig/Walkenhorst als auch auf Großner/Glenzke. „Gruppe D wie Deutschland halt“, sagt Karla trocken.

Die beiden Athletinnen wollen sich sportlich beweisen, sie sind kompromissbereit. Momentan sind sie in Hamburg und trainieren erstmals in den neuen Strukturen des zentralisierten Stützpunktes. „Es wird ein erster Versuch sein, um zu schauen, wie wir uns bestmöglich annähern können, ohne die von uns aufgebauten Strukturen zu verlieren“, sagt Karla. „Wir freuen uns auf produktive Trainingstage, schließlich stehen wir kurz vor der WM und wollen ideal vorbereitet an den Start gehen.“ Zusätzlich erhoffen sich die beiden Athletinnen zielführende Gespräche, die ihre Situation zukünftig erleichtern sollen. Das wünscht sich auch Vizepräsident Künkler: „Unser Ziel ist es, das Team Borger/Kozuch für die Möglichkeiten in Hamburg zu begeistern und für die nächste Saison von einer Teilnahme am Nationalteam-Programm zu überzeugen“, sagt er. Vielleicht ist nun der erste Schritt getan, damit Borger/Kozuch zukünftig regelmäßig bei den Swatch Major Series Events mitspielen können.

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